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60 Jahre Deutsch-Französischer Freundschaftsvertrag

In einer Pressemitteilung weist der französische Fachbereich des Partnerschaftskomitees auf den bevorstehenden Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages. Am 22. Januar 1963 beendeten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle mit ihrer Unterschrift die jahrhundertealte „Erbfeindschaft“ zwischen den beiden Nationen. Für viele gilt dieser Vertrag als beispielgebend in der Welt. 60 Jahre Freundschaft, die schon viele Höhen und Tiefen überstanden hat, sind nicht selbstverständlich, auch und gerade nach den beiden Weltkriegen im vergangenen Jahrhundert. Der Freundschaftsvertrag begründete nicht nur eine neue, friedliche Achse in Europa, sondern war auch Startschuss für eine Vielzahl von Städtepartnerschaften in beiden Ländern. Jumelage.eu, eine Plattform für deutsch-französische kommunale Partnerschaften, berichtet von aktuell etwa 2300 Partnerschaften zwischen Kommunen beider Länder. Dies ist mit Abstand der intensivste und zahlenmäßig stärkste Austausch zwischen zwei Nationen. Auch wenn die älteste Partnerschaft zwischen Ludwigsburg und Montbéliard bereits 1950 entstand, wurden die allermeisten erst nach dem Freundschaftsvertrag gegründet und demokratisierten damit den Austausch zwischen den Kommunen. Der Austausch ist unabhängig von sozialer Herkunft und über alle Bevölkerungsschichten verteilt. Am 22.Januar 2019 unterzeichneten der französische Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel in Aachen einen erweiterten Freundschaftsvertrag, der den Élysée-Vertrag in Gänze bestehen ließ und insbesondere die Partnerschaften und sonstigen Austausche auch finanziell stärkten.

Auch die Partnerschaft mit Nottuln und Saint-Amand-Montrond gehören zu denjenigen, die mit ihrer Freundschaft alte Diskrepanzen überwinden helfen. Am 16. März 1984 unterzeichneten Hubert Kellermann, Bürgermeister von Nottuln und Serge Vinçon, Bürgermeister von Saint-Amand-Montrond, die Partnerschaftsurkunde. Im nächsten Jahr wird dazu in Frankreich das 40-jährige Jubiläum gefeiert werden. Laurette Denquin, Vorsitzende des Komitees in Saint-Amand-Montrond, und Günter Dieker, hiesiger Vorsitzender, entschlossen sich, das 60-jährige Jubiläum des Èlysèe-Vertrages zum Anlass zu nehmen, mit jeweiligen Pressemeldungen die Bedeutung dieses Tages für Europa, für Deutschland und Frankreich, für Nottuln und Saint-Amand-Montrond und seinen Bürgern zu betonen. Der Rückblick in die Geschichte ist zugleich Anlass, die bestehenden Freundschaften zu vertiefen und neue zu begründen. „Wir müssen die geschichtlichen Hintergründe präsent halten und gleichzeitig mit jungen Leuten an der Gestaltung der Gesellschaft weiterarbeiten. Die Probleme in der Welt, Kriege und Klimakrise, sind isoliert nicht zu lösen. Deswegen wird das 40-jährige Jubiläum sich verstärkt der Natur widmen. Wir müssen international Flora und Fauna schützen und verstärkt in unserem täglichen Leben mit allen Facetten einbeziehen. Wir setzen dabei auf die Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten und werden in den nächsten Monaten hierzu Initiativen entwickeln und Gruppen ansprechen“, gibt Günter Dieker Einblick in die zukünftigen Planungen.